Die Wandergruppe des TV mit Peter Reiser als Tourguide und den Teilnehmern Elvi Zagola, Gudrun und Peter Schwenzer und Bettina und Peter Foerster war mal auf anderen Wegen unterwegs.

Bereits im Frühjahr wurde die Strecke von der Südtiroler Bischofsstadt Brixen bis zur Rosettahütte geplant. Die Strecke durchkreuzt neun Gebirgsgruppen (Plose, Peitlerkofel, Geisler, Puez, Sella, Padòn, Marmolade, Bocché, und Pala).

Los ging es am 21.6. morgens um 6 Uhr. Die Fahrt von der Egelseehalle nach Brixen verlief problemlos, am Nachmittag ging es in 2 Stunden dann auf die Schlüterhütte in 2301 m Höhe. Jeder hatte ein Rucksack mit bis zu 18 kg Gewicht auf seinem Rücken. In der Nacht gab es starken Wind und sehr viel Regen. Das Wetter sollte uns am nächsten Tag noch begleiten.

Glücklicherweise hörte der Regen am nächsten Morgen pünktlich zum Aufbruch zur Puezhütte (2475 m Höhe), jedoch verlief die Tour in Wolken und viel Schnee. Auch eine Kletterstelle war zu bewältigen. Kurz vor der Puezhütte erwischte uns der Regen leider doch noch. Gut durchnässt kamen wir dort an. Die Sicht war so schlecht, dass wir die Hütte erst entdeckten, als wir 100 Meter davorstanden. Müde und erschöpft nach 7 Stunden Wanderung ging es pünktlich zur Hüttenruhe um 22 Uhr ins Bett.

Die nächsten Tage machten alles wieder gut. Sonne satt und angenehme Temperaturen geleiteten uns bis zum letzten Tag. Allerdings auch sehr viel Schnee. Im Mai hat es in den Dolomiten nochmals 2 Meter Schnee gegeben. Die Strecke zur Boèhütte (2873 m) über das Val Setus konnten wir nicht gehen, da dort hüfthoch Schnee lag. Bordoischarte, Marmoladegletscher und Marmoladascharte sowie der Passodelle Cirelle waren wegen Schnee nicht begehbar. Alternativen wurden gesucht, die aber ebenso ihren Reiz hatten.

Über den Passo San Pellegrino, Passo Valles, die Mulazhütte (2571 m) ging es zur Endstation Rosettahütte (2581 m). Die Routen waren wunderschön mit famosen Landschaften und sehr anstrengend. Nach 9 Tagen in den Höhen der Dolomiten sind wir am 29.6. mit Bussen und Bahnen zu unseren Fahrzeugen zurückgekehrt.

Die letzte Nacht verbrachten wir im Andechserhof in Laijen bei Bozen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am Sonntag über das Tannheimer Tal mit einem kurzen Bad im Haldensee zurück in die Heimat.

Es war eine wunderschöne und anstrengende Tour. Vielen Dank für die perfekte Planung und Durchführung an unseren Wanderführer Peter Reiser.